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Devisen | Devisenhandel

Chartanalyse im Devisenhandel

Zunächst sollte man bei der Chartanalyse im Devisen Handel verschiedene Darstellungsformen unterscheiden. Früher wurden die Kurse fast ausschließlich als Zickzacklinien dargestellt, heute arbeitet man gern mit Kerzendarstellungen. Das Aufzeichnen von Preisbewegungen in Form von Kerzen mit Docht entstammt übrigens dem japanischen Reishandel. Eine weitere Darstellungsform sind senkrechte Linien, die jeweils ein Zeitintervall darstellen, und auf denen Eröffnungs-, Hoch-, Tief- und Schlusskurse markiert sind.

Der Klassiker der eigentlichen Chartanalyse ist das Handeln nach Trendlinien. Dabei werden zwei Tiefpunkte eines Charts mit einer gerade ansteigenden Linie verbunden. Sobald sich der Kurs erneut dieser Linie nähert, geht man long. Bei einer Short-Spekulation verfährt man umgekehrt. Dabei werden die beiden Hochpunkte eines sinkenden Kurses mit einer Linie verbunden. Nähert sich der Preis dieser Linie, steigt man ein und spekuliert auf weiter fallende Kurse. Der Kanal ist auch eine beliebte Formation. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um zwei parallele Linien zwischen denen der Kurs hin- und herwandert. Wenn er eine der zwei Linien berührt, setzt man darauf, dass er dort abprallt.

Ein weites Feld bilden die Indikatoren. Gerne wird mit so genannten gleitenden Durchschnitten (EMAs und WMAs) gearbeitet. Wenn beispielsweise der kleinere EMA 100 den größeren EMA 200 von unten nach oben durchkreuzt, dann ist das ein Kaufsignal.

Im Devisenhandel wird generell sehr viel mit Charts gearbeitet. Dabei sollte einem jedoch stets bewusst sein, dass die Nachrichten die Kurse bestimmen und nicht etwa umgekehrt. Daher sollte man bei aller Chartanalyse immer darauf achten, mit welchen Verlautbarungen von Notenbanken an einem bestimmten Tag zu rechnen ist - denn das treibt die Kurse machtvoll nach oben oder unten. Daher bezeichnen Kritiker der Chartanalyse deren Indikatoren oft als "lagging indicators". Sie beschreiben perfekt die Vergangenheit, können aber nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mutmaßen, was wohl als Nächstes passiert. Auch die beste Analyse kann nach wie vor nicht die Zukunft vorhersehen.

 

 

 

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